~~ Kannst du viele Sprachen, hast du viele Schlüssel für ein Schloss ~~ Voltaire

Warum sollten schon Kleinkinder eine Fremdsprache erlernen?
-- Je jünger das Kind ist, desto leichter und natürlicher erlernt es eine zweite Sprache. Es wird eine sehr gute Aussprache bekommen und die Grammatik intuitiv erfassen und meistern.

Muß mein Kind erst eine Sprache beherrschen, bevor eine zweite hinzukommen darf?
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Nein, Kinder können mehrere Sprachen gleichzeitig erlernen. Der Mensch ist auf Mehrsprachigkeit ausgelegt, nicht auf Einsprachigkeit. Im Gegenteil, der Kontakt zu einer zweiten Sprache in frühem Alter tut gut, fördert die geistige Entwicklung und hilft dem Kind sogar, die Muttersprache gut zu entwickeln. Dies liegt daran, dass die Fähigkeiten, die für den Spracherwerb benötigt werden, beiden Sprachen zu Gute kommen.

Was ist eine Muttersprache?
-- Die Muttersprache ist im Allgemeinen die Sprache, die ein Kind als erstes erlernt, im sogenanten Primärsprachenerwerb. Manche sprechen auch von Familiensprache oder der L1.

Was heißt bilingual?
-- Bilingual heißt zweisprachig. Bi = zwei, Lingua = Sprache. Mit dem Begriff ist keine bestimmte Methode verbunden.

Ist mein Kind mit zwei Sprachen überfordert?
-- Es ist kindgerecht, Kindern eine zweite oder auch eine dritte Sprache zu ermöglichen. Weniger als ein Drittel der Menschheit wächst einsprachig auf. Kinder in vielen Familien wachsen auch in Deutschland mehrsprachig auf. Sprachen werden gut erworben, wenn man viel Zeit mit der Sprache verbringt und der Kontakt vielfältig ist. Eine zweite Sprache fördert grundsätzlich die kognitive (geistige) Entwicklung des Kindes und eine Sprache muß nicht abgeschlossen sein, damit eine weitere dazu kommen kann. Voraussetzung ist eine altersgemäße Entwicklung der Muttersprache durch regelmäßigen Gebrauch zu Hause.

Was ist Normalität in der Welt, Einsprachigkeit oder Mehrsprachigkeit?
-- Weniger als ein Drittel der Menschheit wächst einsprachig auf, der Rest mehrsprachig.

Warum braucht man Sprachen? Schließlich komme ich auch ohne gute Sprachkenntnisse durchs Leben.
-- Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben bei Ihrem Gipfeltreffen in Barcelona im Frühjahr 2003 beschlossen, dass alle EU- Bürger künftig vom frühesten Kindesalter an zwei fremde Sprachen lernen sollen. Die Anforderungen an Sprachen sind im Laufe der letzten Jahre drastisch gestiegen. Sehr gute Sprachkenntnisse werden immer wichtiger. Zumindest sehr gute Englischkenntnisse sind heute zur beruflichen Schlüsselqualifikation geworden. Aber Englisch allein reicht nicht. Es muß auch eine 2. Fremdsprache vernünftig beherrscht werden - sprechen, schreiben, lesen. Für die Verständigung in der Welt und die Zusammenarbeit in Europa werden sehr gute Sprachkenntnisse immer wichtiger.

Für den Einzelnen eröffnen sich durch Mehrsprachigkeit berufliche Chancen sowie Möglichkeiten, mit vielen anderen Menschen zu kommunizieren. Man hat Zugang zu fremdsprachlichen Filmen, Büchern, Theater, usw. Mehrsprachige Menschen sind außerdem  flexibler als einsprachige.

Sollen Eltern zu Hause das Erlernen von Sprachen unterstützen?
-- Eltern können ihren Kindern vermitteln, dass ihnen selbst Fremdsprachen wichtig sind. Wieso nicht selbst eine Sprache lernen oder aufbessern? Für Sprachkontakt außerhalb der Schule gibt es, außer Urlaub in einem anderen Land, Möglichkeiten wie Bücher, Filme, Musik, Computerspiele, Zeitschriften, usw. Sie sollten altersgemäß sein und niemals sollte Druck ausgeübt werden! Ganz besonders wichtig ist aber, dass Eltern zu Hause die Muttersprache pflegen: viel vorlesen und viel mit den Kindern sprechen. Ist die Muttersprache gut entwickelt, ist dies eine gute Voraussetzung für weitere Sprachen.

Langweilen sich die Kinder später in der Schule nicht?
-- Nein. Unsere Unterrichtsthemen bereiten die Kinder auf ein erfolgreiches Lernen in den weiterführenden Schulen vor. Mit Freude und Stolz berichten die Kinder, wie gut sie dem Sprachunterricht folgen können, da sie in unserem Unterricht ja bereits das freie Sprechen und Verstehen (je nach Zugehörigkeit auch das Lesen und Schreiben) der Sprache erlernt haben. Sie können sich nun ganz auf das Lernen des neuen Vokabulars und der Grammatik konzentrieren. Die guten Noten unserer Schüler und die Freude am Lernen bestätigen, dass ein frühzeitiger Beginn großes Selbsvertrauen in die eigenen Fähigkeiten schafft.

Mein Kind lernt bereits Fremdsprachen in der Schule. Ist es trotzdem sinnvoll, dass es am manu-lingua-Unterricht teilnimmt?

-- Ja. Unser Unterricht ist mit dem Lehrplan der Grundschulen und der weiterführenden Schulen kompatibel. Lernen in Kleingruppen gewährleistet, dass auf jedes Kind ausreichend und individuell eingegangen werden kann. Die Schüler entwickeln eine sehr gute Aussprache. Sprechhemmungen wie man sie oft bei großen Klassen erlebt, treten erst gar nicht auf. Schullehrer haben bedingt durch eine Klassengröße von 25-30 Kindern nicht die Möglichkeit, sich intensiv mit jedem einzelnen zu befassen.

Bedenken Sie, dass in den weiterführenden Schulen gleichzeitig das Lesen, Schreiben, Verstehen, Sprechen und die Grammatik erlernt werden mussen. Viele Kinder fühlen sich dadurch überfordert und verlieren leider schnell die Lust am Lernen. Das Erlernen einer Fremdsprache sollte Freude bereiten und nicht zur Qual werden. Durch die gleichzeitige Teilnahme an unserem Unterricht erfahren die Kinder, dass Sprachen lernen Spaß macht, und dies ohne Leistungsdruck. In den kleinen Gruppen lassen sich die Sprachfähigkeiten trainieren und selbsverständlich gehen wir auf die Probleme und Fragen einzelner Schüler ein. Sehr oft erleben wir es, dass Schüler höherer Klassen gut schreiben oder übersetzen können, dass sie jedoch nicht in der Lage sind, sich in der Fremdsprache zu unterhalten, weil sie nie Gelegenheit hatten, Konversationen zu üben.